1931-25

DIE FACKEL. Hrsg. Karl Kraus.
Nr. 1-922 (Komplett). Wien, Moritz Frisch/Selbstverlag, Jahoda & Siegel /Verlag der Fackel 1899-1936. 8°. Rote Orig.-Hefte. In ausgezeichnetem Zustand. Heft 111 ohne Umschlag (so ausgeliefert).

Marbacher Katalog 52, 11; Diesch 2695; Kerry 33ff - Komplette Folge aller 922 Nummern der berühmten satirischen Zeitschrift. "Waren es in den ersten Jahren der »Fackel« öffentlich-politische Angelegenheiten, die analysiert wurden, gewannen ab 1903 Themen der literarischen Moderne an Gewicht. Dabei forcierte Kraus Autoren wie Strindberg, Oscar Wilde, Frank Wedekind. Kraus gab auch zahlreichen jungen Autoren wie Else Lasker-Schüler, Franz Werfel oder Egon Friedell in der »Fackel« Raum für frühe, einflußreiche Veröffentlichungen. Im Gegenzug nahm er die von Hermann Bahr geförderten Vertreter des Jung-Wien immer wieder in seinen Artikeln satirisch ins Visier. Doch bevor die »Fackel« eine bloße Literaturzeitschrift wurde, änderte Kraus den Kurs. Er verzichtete ab 1911 auf jegliche Mitarbeiter und schrieb die Zeitschrift bis zu seinem Tod alleine. Eine erschütternde Aktualität gewann die »Fackel« nach dem Beginn des Ersten Weltkriegs, den Kraus trotz der staatlichen Zensur zum Thema aktueller Darstellung machte." ('Die Fackel' von Karl Kraus, Ausstell. im Jüdischen Museum Wien, 1999).


EUR 3800.00